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ARBEIT  Zustand in der Verharrung
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ARBEIT Osttiroler Serpentin von Mag. Anneliese Larcher-Mathá, Schwaz 2002
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Anlieferung und Setzung der Skulptur im Nov. 2002 durch den Bauhof der Stadtgemeinde Schwaz.
Der Stein ist einseitig rau geriffelt und auf der Rückseite wie Marmor poliert. Die geriffelte Seite verharrt im Zustand er Arbeit. Der ganze Stein schwebt über einem kleinen, bombierten Mooshügel auf drei versteckte, dünne Chromstangen.
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Gedanken zu Arbeiten von Anneliese Larcher-Matha (aus "Basc" - mein Buch, mein Holz und meine Steine)
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Das "Buch" von Anneliese Larcher-Matha ist ein Buch mit vielen Blättern, ohne Buchstaben, ohne Worte. Jedes Blatt trägt ein kleines Bild, dessen gemaltes Ereignis wie sichtbar gemachte "Augenblicke" aus dem Dasein eines Menschen wirken. In berührender Schlichtheit fließen in einem dieser Bilder sanft schwingende Formbewegungen, warme Farbklänge harmonisch ineinander, und es ist wie das Festhalten eines Augenblicks des Glücks, der inneren Zufriedenheit.
   Dann aber wird in einem anderen Bild, beherrscht von heftig fordernder Gebärde, Farbe in expressive Formationen getrieben, dumpf Dunkles zu grellem Licht kontrastiert. Ein dramatisch wogendes Ineinander und Gegeneinander ist wie die Wiedergabe eines aufwühlenden Erlebnisses. Woanders wieder lässt ein einfacher, subtil gesetzter Farbraster etwas wie "warmes Licht" in Erscheinung treten, oder es vereinigen sich viele verschiedene Farbakzente zu einer Impression des "Blühenden". Bei manchen Bildern glaubt man in kosmische Räume zu schauen, in denen sich etwas vollzieht, das sich ähnlich vielleicht im "Universum" des Menschen vollziehen könnte. Da sind auch Traumbilder wie Bilder aus dem anderen Leben eines Menschen, manchmal angenehm und schön, manchmal bedrückend, voll Traurigkeit und Angst. Es gibt viele Bilder aus dem "Lebensbuch" der Anneliese Larcher-Matha, sie alle zeigen etwas aus ihrem Leben, was sonst für immer in die Vergangenheit versunken wäre.
   Anneliese Larcher-Matha besitzt auch Steine, die zu ihrem Leben gehören. Sie suchte und fand diese, um sie in ihren Besitz aufzunehmen, etwas aus der von ihr geliebten Natur zu sich zu tragen. Sie nimmt deren Individualität, deren strukturelle Eigenart, das Besondere der Formgestalt auf. Behutsam bearbeitet sie diese, um nicht, wie vielleicht ein Bildhauer, etwas Fremdes aus ihnen zu zwingen, sie will die Eigenart derselben intensiver wirken lassen. Anneliese Larcher-Matha "begreift" das Besondere an ihren Steinen, erlebt das sanfte Rund an einem wie das aggressive Kantige des anderen. Sie folgt dem Bedürfnis, das jeweils Besondere intensiver sichtbar zu machen, bringt schwingende Oberflächen zur Glätte bis zum Glanz, und es drängt einen, sich dieses Rund in die Hände zu schmiegen. Durch den Glanz der Oberfläche offenbart sich das Innenleben des Steines. Aus dem Kantigen entsteht zum Beispiel durch Reduktion auf das
Wesentliche etwas wie ein strenges Mal, wie eine Stele.
   In völlig anderer Beziehung steht Anneliese Larcher-Matha zum Material Holz, das sie in technisch produzierter Formgestalt annimmt, um daraus etwas zu machen.
Schon in ihrem Leben mit den Steinen zeigt sich etwas individuell Kultisches. Bei ihrem "Holz" kommt dies sichtbarer zum Ausdruck. Zum Beispiel die "Kuh", deren starr hochaufgerichtetes Konstruktionsgefüge sie unnahbar, erhaben erscheinen lässt. Ihre Oberfläche ist mit farbleuchtenden Mustern bekleidet, die Teile des inneren Organismus symbolisieren. Ihre Gesamterscheinung wirkt seltsam volkstümlich, und trotz der grimmigen Starrheit kann sie niemanden erschrecken, sie ist einfach nur lieb. Völlig anders orientiert sind die geometrisch konstruierten "Zeichen" mit strenger, wirkungsvoller Bemalung. In einen natürlichen Umraum gesetzt, tragen sie als Kontrast zu diesem bei, die besondere Erscheinungsweise des Natürlichen bewusst wahrzunehmen.
   Sensible Wahrnehmungskreativität zum Erlebnis von Ereignissen in sich und um sich kennzeichnen die Arbeiten von Anneliese Larcher-Matha, und es ist schön,
irgendwie erleben zu dürfen, was diese anbieten.
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Josef Opperer
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