| . Winter 03 -- Winter 04 -- Sommer 05 -- Winter 05 . Zweite Tiroler Sonnwendfeier - Winter 2004 im Schwazer Silberwald Die Arena des Schwazer Silberwaldes bietet heuer den Platz für die
zweite Wintersonnwendfeier nach uraltem archaischen Ritus. Ab 18
Uhr öffneten Künstler in einer Feuerlandschaft mit längst
verschüttet geglaubtes Wissen ein Tor in das Neue Jahr. Schwazer Künstler nahmen die Besucher auf eine Reise in die Vergangenheit mit, zeigten ihnen Hoffnung und Glück am Wendepunkt von Dunkelheit zum Licht. Im lebendigen Feuer spiegelten sich archaische Symbole. Die Performance erinnerte an eine Zeit, in der Himmel, Erde und die Natur den Rhythmus des Lebens bestimmten.
Gedankt sei vor
allem den kostenlos mitwirkenden Musikern und Künstlern,
arbeitenden Helfern, dem Grundeigentümer die Österreichischen
Bundesforste AG vertreten durch DI Otto Gasser und Ing. Michael
Tendl, sowie Schmidt Wilhelm vom Motorsport Club und Bernhard Hell
für die Herstellung der Finnischen Öfen.
Ein Großer Dank gilt dem
zahlreich erschienen Publikum, das trotz tiefer Temperaturen bei
ca. -15 GrC lange ausharrte. Besucher reisten an von Imst bis
Kufstein und Kitzbühel. Armin Wechselberger - Ansage der Veranstaltung und die Wintersonnwende heute, sowie
ihre jeweilige geografische, klimatische und
kosmische Begründung durch Armin Wechselberger.- Die Wintersonnwenden seit der Megalithkultur (Stonehenge), Kelten, Römer etc., die bis heute nachwirken; die innere Sicht ihrer Kalender im Spiegel der Wintersonnwende am 22. Dez..
- Versuch einer
Interpretation archaischer Wintersonnwendriten am praktischen
Beispiel eines lebendigen Feuers im Silberwald und eine Deutung
des transphänomenalen Ausdrucks archaisch genuiner Spuren im
Werk der Künstlers Jones und Schwarz-Lahnbach.
Dieser Teil wird begleitet vom Trommler Bernd Pirker (dorisundbernd@aon.at) und Freunde von der Gruppe "Los Mariandls" Petra, Simone und Natalie. Bernd Pirker ist Trommellehrer und zusammen mit den Silberwaldfreunden suchen wir Teilnehmer für einen Anfänger-Trommlerkurs. info@schwazersilberwald.at Teil 2 "Die Feator's (Feuerfrauen)"
Teil 3 "Der
kürzeste Tag – die längste Nacht"
Der Rotation der
Erdachse verdankt die Erde ihre Jahreszeiten, Wetterphänomene,
Naturlandschaften – alles Leben.
An den beiden Sonnwendtagen lässt sich dieser hunderte Millionen Jahre alte Zyklus authentisch miterleben – die Position der Erde im Sonnensystem – die sie begleitenden Planeten, die erdnahen und die sonnenfernen rufen sich wieder ins Gedächtnis der Menschen; die Kraft der Sonne, die Einwirkungen von Planeten und Mond auf die Natur, das Leben – alles Dinge, die durch die Astronomie, das Hubble-Teleskop, die Astrophysik und die Raumfahrt nichts an ihrer Faszination verloren haben. Die Menschen vor der geschriebenen
Geschichte wussten um die Bedeutung der Mondzyklen, der
Sonnwendtage, der Sternkonstellationen. Die bedeutenden Funde
der Himmelsscheibe von Nebra, der Himmelsobservatorien der
Mayas oder die Entschlüsselung von Stonehenge geben einen
kleinen Einblick in das Wissen und Können dieser Menschen. Der Schwazer Künstler Jones wird seine besondere Interpretation unserer Nachbarplaneten entwickeln – unser Sonnensystem als Hintergrund für seine Gedanken. Den Planeten werden Wesenheiten zugeordnet; Töne, Feuer, Lichterzauber lassen die acht Segmente dieses Kosmos aufleuchten und sich in der tiefen Interpretation dieses Sonnwendabends erleben. Martin
Schwarz-Lahnbach (www.ms-lahnbach.at) möchte dazu an diesem Abend den Kältehauch der
Nacht mit der Gluthitze flüssiger Bronze vereinen – direkt im
Silberwald soll eine Interpretation des Sonnwagens entstehen –
ein archaisches Bild der Vorstellung über die Zusammenhänge im
Weltraum und auf der Erde – ein Bild das von den Sonnenbarken
der Ägypter über den Sonnenwagen des Helios bis zu den Kelten
und den nordischen Steinritzungen in vielen Teilen der Welt zu
finden ist.
Veronika Hütter
ließt für ihre Arbeitskollegen der Firma Orgler vom
Dichtertisch über Hoffnung, Liebe und Advent.Pressetext der Tiroler Tageszeitung vom 23. Dezember Längste Nacht im Silberwald Mehr als 200 Teilnehmer versammelten sich im Schwazer Silberwald, um die Wintersonnwende zu feiern. (200 Teilnehmer ist nicht korrekt, es waren mehr als 300 Teilnehmer.)SCHWAZ (efs) "Wir wollen die
Wintersonnwendfeier so feiern, wie sie wahrscheinlich schon vor
1000 Jahren und mehr inszeniert wurde", kündigte Initiator
Armin Wechselberger vor der Feier an. Bei klirrender Kälte waren eine keltische Räucherzeremonie und der keltische Tanz, dargeboten von Gertraud Kapfinger aus Kirchbichl, Elemente in dieser längsten Nacht des Jahres. Trommler und Didgeridoo-Spieler ließen ihre Instrumente im Schein der lodernden Feuer ertönen. Die Schwazer Künstler Martin Schwarz-Lahnbach und Herwig Mühlegger "Jones" verdeutlichten mit flüssiger Bronze die Zusammenhänge im Weltraum und auf der Erde: Im Silberwald entstand vor den Augen der Teilnehmer aus der Gluthitze eine Interpretation des Sonnenwagens. "Auch Pfarrer Rudolf Theuerl nahm an der Wintersonnwendfeier teil. Und eine Adventlesung am Dichtertisch ergänzte die Feier" betont Armin Wechselberger. Die Wintersonnwendfeier fand zum zweiten Mal im Silberwald statt. Rede von Armin Wechselberger zu: Block 1/1
Sehr geehrte Freunde des Silberwaldes, einen schönen guten Abend
zur ersten großen Wintersonnwendfeier Tirols im Schwazer
Silberwald und herzlichen Dank für das zahlreiche Erscheinen.
Die Wintersonnwende wird in einigen Regionen Österreichs, vor allem aber nördlich der Alpen bis weit in den Norden hinauf, heute noch auf unterschiedlichste Art gefeiert. Nur bei uns zuhause, hat man sie vergessen, obwohl sie sonderbarerweise als Begriff vielen geläufig scheint. Trotz intensiver Nachforschungen gibt es nahezu kein Wissen, wie die Wintersonnwende in unserer Region gefeiert wurde. Sicher ist, dass man sie feierte! Vor mehr als tausend
Jahren wurde die Wintersonnwende in unserer Heimat in den
unterschiedlichsten Kulturepochen gefeiert. Aber in den
folgenden Jahrhunderten der Christianisierung des Ostalpenraumes
assimilierte die junge Religion uralte heidnische Bräuche. Oder
sie setzte z.B. anstelle der Wintersonnwende die Thomasnacht. Am
Vergessen hatte die Kirche sehr gründlich gearbeitet.Bemerkenswert ist; erst in jüngerer Zeit, seit Beginn der 30iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, lebt der Brauch der Summersonnwendfeuer bei uns immer mehr auf. Das hat aber vorwiegend politische Intentionen. Wenn vor vielen Jahrhunderten eine Sonnwendfeier gefeiert wurde, so war es fast ausschließlich die Wintersonnwendfeier, denn sie war mit der Hoffnung auf kommende fruchtbare Ernten, auf Haustiersegen sowie auf Frieden ausgerichtet. Das raue Klima der
Alpen, sowie die geografische Lage in der Schnittfläche zwischen
den nördlichen und südlichen Kulturkreisen muss die Art des
Feierns bestimmt haben. Wahrscheinlich in deftiger und heftiger
Ausdrucksweise. Auch in der Buntheit der Farben der Gewänder und
paradoxerweise in der Kargheit der Darstellungsweise der Riten.
Mit Sicherheit spielten hier genaues kosmisches Wissen der benachbarten nördlichen und südlichen Kulturen keine wesentliche Rolle. Wahrscheinlich hatte man den 22. Dezember gar nicht immer genau getroffen. Auch darf nicht vergessen werden, an Zahl ist die damalige Bevölkerung nicht mit der heutigen zu vergleichen. Wichtigeres tat Not, als zu feiern – nämlich zu überleben in einem rauen, immer wieder von fremden Völkern durchquerten Land. ● Bernd Pirker und seine Freunde aus Innsbruck spielen ein Trommlerstück Block 1/2
Ob man die Wintersonnwende, so wie wir sie uns vorstellen, schon
vor 5000 Jahren feierte, ist fraglich. Besonders beachtet hatte
man sie sicher, denn schon damals, in der Megalithkultur, gab es
ein kosmisches Wissen über diese Sonnenwende, wie an der
Ausrichtung von Stonehege zu erkennen ist. ● Trommlereinsatz von Bernd Block 1/3
Wie man aus Überlieferungen der im Norden gefeierten
Wintersonnwende weiß, scheint die Feier immer etwas mit einem
Kultfeuer zu tun gehabt haben. Das lebendige Feuer wird der
Mittelpunkt kultischer Handlungen gewesen sein. Zur
Anschaulichkeit haben wir heute hier in der Arena eine
Feuerlandschaft. Alle Fotos sind von DI Otto Gasser von den Österreichischen Bundesforste AG . |
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