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Stammbaum der Familie
Hans und Karin Lintner
 2003
- Der Stammbaum der Bürgermeister-Familie Lintner ist eine Sommerlinde Talia
platyphyllos, die rechts oberhalb des Weges am Eingang zum Schwazer
Silberwald und gegenüberliegend der Simon Juda Kapelle wächst.
Der Baum ist ausgesucht von Herrn Egger, dem Leiter des Tiroler
Landesforstgarten der Tiroler Landesregierung in Bad Häring. Herr Egger
suchte lange in seinem Garten und nun steht der Baum an seinen Platz mit dem Namen "Die Bürgermeisterlinde", denn Hans Lindner ist zur
Zeit der Baumsetzung der Bürgermeister der Stadt Schwaz.
Bewusst wurde ein Baum mit einem gegabelten Stamm gewählt, denn der eine
Stamm steht für Hans und der andere für Karin Lintner. Der Wurzelstamm
symbolisiert die Stammlinie ihrer Eltern.
Die Baumsetzung erfolgte im Spätherbst 2003 wenige Meter oberhalb des Weges
in einem Hang, wo eine kleine ebene Fläche herausgearbeitet wurde. Zur
Setzung hatte der Baum eine Höhe von ca. 250 cm.
 

Karin und Hans 2004 zur Einweihung des Mondweihers
Legende der Linde
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2004
- Nach der vorjährigen Umsetzung stabilisierte sich dieses Jahr die Linde
sehr gut und wuchs bis zu einer Höhe von ca. 3 Metern. Im Winter 02/04
lichteten die Österreichischen Bundesforste AG den Waldhang, in dem die
Linde steht, enorm aus, schlugen bis einige wenige ältere Fichten alle Bäume
heraus, so dass die Linde nun genug Tageslicht bekommt. Dem Hang zur Linde
hinauf führt eine kleine Treppe, mit der nun nicht wenige Leute die Linde
besuchen.
Mit der Lindenpflanzung ist nun eine klassische Dualität des christlichen
Alpenraums und nördlich davon situiert. Z.B. haben einige tausendjährige
Bäume in diesem Kulturraum nur überlebt, weil vor tausend und mehr Jahren
uralt werdende Baumarten meist in einem bestimmten Verhältnis und nach
damals relevanten kosmischen Richtungen ausgerichtet neben kleine Kirchen
und vor allem Kapellen gepflanzt wurden. Dort waren die Bäume den Völkern
heilig, so dass sie nicht gefällt wurden. Das gilt besonders für einige
Bäume in Deutschland, aber vor allem in England. Dort gibt es wunderbare
uralte tausendjährige Eiben neben Friedhofkapellen, die auf alten keltischen
Kultplätzen gepflanzt und eben heute noch zur einer Kapelle, stellvertretend
für die eingeebnete Kultstätte, in einer ganz bestimmten Anordnung stehen.
Linde und Kapelle ist die klassische Dualität für den deutschsprachigen
Raum.
Aber erst nach
dem Versetzen der Gottessäule von Pfarrer Theuerl (Pfarre St. Barbara) ist
der Vorhof zum Silberwald komplett und perfekt. Die beiden enorm rasch
wachsenden Urwelt-Mammutbäume, die Wächter am Eingang zum Silberwald, werden
in wenigen Jahren den Blick auf die Silberwaldarena und den Eiblschrofen
verschließen, so dass der Platz zwischen Kapelle und Mammuts einen
singulären Charakter bekommt, eben ein klassischer Vorhof. Zwischen den
Mammutbäumen, die in wenigen Jahren zusammen wachsen werden, wird dann eine
Durchfahrt für LKWs wie ein Portal zu einer anderen Welt freigeschnitten
bzw. -gehalten.
Jetzt bildet die Simon Juda Kapelle, die Bürgermeisterlinde und die Säule
Gottes ein mystisches Dreieck, eine Trinität des christlich-kulturellen
Glaubens aus alter Zeit, wo die Menschen zwischen der ihr noch fremden und
unverstandenen Kirche und einer sie umgebenden furchteinflößenden Natur
standen. Das Dreieck ist ein schlankes Dreieck, dessen Spitze genau auf das
Zentrum der Arena gerichtet ist. Heute herrscht nicht mehr die Furcht, eher
das Gegenteil: Anmaßung und Maßlosigkeit. So ist diese Trinität ein Erinnern
an die Überwindung dieser Furcht und Unwissendheit, aber auch eine Mahnung
vor Übermaß und vor der Herrschaft über alles und jeden.
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