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Das Fuggerwohnhaus in Schwaz
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Das Fuggerwohnhaus in der Ludwig-Penz-Straße, heute Kloster der Tertiarschwestern, wurde erbaut von 1525 bis 1528.
An der Kreuzung mehrerer Gassen oberhalb dem Franziskanerkloster steht das Schulschwesternhaus, auch Kreuzwegerhaus genannt, das 1841 Alois Kreuzweger (aus einer alten Schwazer Schiffmeisterfamilie stammend) den Tertiarschwestern als Kloster schenkte. Dieses Haus wurde 1525 bis 1528 von den Fuggern als Sitz ihres Schwazer Faktors erbaut. 1528 wurde es mit 12 Messingleuchtern und Glasgemälden mit dem Fuggerwappen ausgestattet und vollendet. Hier hielt sch während des Schmalkaldischen Krieges 1546 bis 1547 der Firmenchef Anton Fugger auf, es übernachtete am 5. Juni 1539 Kaiser Karl der V. und König Ferdinand I. 1566 war der Hofküchenmeister Balthasar Schöpperl Pächter dieses Hauses. Er schuldete dem Maler Jörg Kolber Geld für Malereinen, die wahrscheinlich mit den an versteckter Stelle in diesem Haus erhaltenen Resten identisch sind.

   

Das Fuggerwohnhaus hat eine ansitzartige Schauseite mit zwei viereckigen Eckerkern, die an das Rathaus erinnern, und zwei mittlere achteckige Erkern. Die Fassade wurde nach einer alten Innschrift 1674 mit barocken Fensterumrahmungen in Putz versehen. Die drei Giebel sind sicher nicht ursprünglich, da das erste Dach ein Grabendach hinter einer geraden, mit Zinnen geschmückten Feuermauer war, wie alte Abbildungen zeigen.

 

(Bild Ulrich Fugger, gest. in Schwaz 1525) An der Ostseite befindet sich ein rechteckiger Erker, an der Rückseite sind an zwei Geschoßen Arkaden mit rotmarmornen Säulen angebracht, wie sie für mehreren Schwazer Gewerkenhäusern typisch sind. In jedem Geschoß des Hauses befindet sich ein durchgehender gewölbter Mittelflur, im zweiten Geschoß eine gewölbte Kapelle mit Altartisch im Erker und in einigen Räumen einfache Getäfel des 16. Jh's. mit Leisten und Knöpfen an den Kreuzungen.

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