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Franziskanerkloster in Schwaz
Die Kirche gehört zu den
größten und schönsten gotischen Gotteshäusern Tirols (49 m lang, 20 m
breit), erbaut im Stil der "Bettelordenskirchen": Langer schmaler
Chorraum, breites dreischiffiges Langhaus, an Stelle des Turmes 2 kleine
Glockentürmchen, sogenannte Dachreiter. Bis zur Barockisierung der Kirche
1735 trennte ein Lettner den Chor vom Langhaus. Damals wurde der Lettner
abgebrochen, die gotischen Rippen entfernt und das Gewölbe mit feinen
Stukkaturen geschmückt. Bei der Restaurierung des Chores im Jahre 1965
wurde der klassizistische Hochaltar entfernt und der heutige Ausbau des
Volksaltars unter dem Chorbogen geschaffen.
Das Kloster wurde in den folgenden Jahrhunderte öfters erweitert, doch hat es im wesentlichen seinen einheitlichen gotischen Charakter erhalten. Die alte Bibliothek zählt mit ca. 60.000 Bänden zu den größten Klosterbibliotheken Tirols. Eine Besonderheit ist das Uhrwerk des Klosters. Es ist dies ein Meisterwerk des Franziskanerbruders Johann Kapistran Silbernagel, aus den Jahren 1751 bis 1753. Das Urwerk ist ca. 6 Zentner schwer und alle Teile sind mit Hand geschmiedet.
Die Fresken des Kreuzganges sind das umfangreichste Denkmal kirchlicher Wandmalereien in Tirol. Sie sind in echter Freskotechnik gemalt. Mit eingebaut in den ältesten Teil des Klosters ist die sogenannte Bonaventurakapelle, an der Ostseite des Kreuzganges. Diese Kapelle diente den Patres bis zur Vollendung der Klosterkirche als Gotteshaus. Es sind zwei Kapellen übereinander, die aber ein gemeinsames Presbyterium haben. Die untere Kapelle war die "Leutekirche", während die obere Kapelle den Brüdern bis 1515 zur Verrichtung des Chorgebetes diente. Das Franziskanerkloster in Schwaz ist eines der wichtigsten Klöster in Tirol, die im Laufe ihres Bestehens nie aufgehoben wurden. Daher haben sich viele kleinere Kunstwerke erhalten, die in anderen Klöstern verloren gingen.
Klassische
Führung durch die Schwazer Innenstadt
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