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Die Pfarrkirche "Unserer Lieben Frauen Himmelfahrt" der Stadt Schwaz
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Die 1337 erstmals genannte Liebrauenkirche war eine Filiale der Großpfarre Vomp. 1442 Stifteten die Ritter von Frundsberg und die Bruderschaft der Bergknappen mit Zustimmung des Konzils von Basel eine tägliche Frühmesse und einem ständigen Priester. 1515 gab es neben dem Frühmesser fünf Kapläne verschiedener Bruderschaften, die aber in den Wirren der Reformationszeit wieder verschwanden. Im Zuge der kirchlichen Erneuerung wurde Schwaz 1645 zur Pfarre erhoben.

       

Nachdem die erste, 1337 genannte Kirche wegen der Zuwanderung der Bergkappen zu klein geworden war, begann 1460 der Neubau einer großen Hallenkirche mit einem dreischiffigen Langhaus von vier Jochen, einem stark eingezogenem Chor von drei Jochen und einem Nordturm zwischen Langhaus und Chor. Von dieser von Hans und Gilg Mitterhofer 1478 vollendeten Kirche sind noch das Mauerwerk des Nordchors und die Nordmauern des Langhauses erhalten. Für die um 1515 auf 20.000 Menschen angewachsene Bevölkerung war auch dieser Bau bald zu klein.

1490 wurde der Münchner Baumeister und Bildhauer Erasmus Grasser mit der Planung einer Erweiterung beauftragt, die dann bis 1502 unter seiner Aufsicht der einheimische Meister Christoph Reichartinger ausgeführt hat. Unter Verwendung von älteren Mauern entstand eine Hallenkirche mit zwei Haupt- und zwei Seitenschiffen und zwei Chöre, wobei das Langhaus auf sechs Jochen verlängert und eine repräsentative Westfassade geschaffen wurde.

Es folgten 1505 unter Reichartinger der Anbau der Sakristei im Süden, der Aufbau des Turms nach Plänen des berühmten Augsburgers Turmbaumeisters Burkhart Engelberg, ausgeführt von Jakob Zwizel und Konrad Vogel (1509 bis 1520) und die Errichtung der Doppelkapelle St. Michael und Veit durch Reichartinger (1504 bis 1506).

1728 bis 1730 wurde das Innere der Kirche vom Baumeister Jakob Singer aus Götzens (seit 1726 in Schwaz ansässig) barockisierte und mit Bandlwerkstukkaturen seine Bruders Hans Singer geschmückt. Die kleinteiligen Fresken des Marienlebens malte der Innsbrucker Hofmaler Franz Michael Hueber unter Mitarbeit von Johann Georg Höttinger d. J. in Schwaz 1729. Die Ausstattung mit Barockaltären erfolgte von 173o bis 1785, nachdem die beiden Hochaltäre bereits im 17. Jh. neu gemacht worden waren.

Einer 1787 befohlenen "Ausräumung der überflüssigen Sachen" folgte 1908 bis 1909 die Regotisierung, der fast alle Barockaltäre zum Opfer fielen und die Schuld an der heutigen Leere des Innenraumes ist. Bei dieser Gelegenheit wurden die gotischen Gewölberippen nach alten Spuren anstelle der Stukkaturen wieder angebracht. Nach Schäden durch Bombenwürfen 1944/45 wurde die Kirche außen 1956 bis 1960 und 1982 bis 1991 innen und am Turm gründlich renoviert.

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