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Seelenlandsuche

Die Seelenlandsuche ist keine sight-seeing tour, sondern ist meine Fußwanderung um das Mittelmeer, um das Mare circum Internum herum, möglichst abseits aller Städte und durch wenig bewohntes Land. Auf Kaiser Hadrians Spuren begann der Weg im Jahr 1991 von Rom aus, die Tyrrhenischen  und Ligurischen Küste nordwärts, die ganze südfranzösische Küste entlang, über die Pyrenäen hinüber, die spanische Küste süd- und westwärts, durch Barcelona, Valencia, Cartagena hindurch bis rüber nach Gibraltar und Algeciras. Die letzte Etappe endete vorerst in Tanger in Afrika. Wegen eines Überfalls in Tanger 2003 bekam ich von meiner Frau Afrika-Verbot. Das tut weh! Ich wurde schon einige Male überfallen, dummerweise berichtete ich Angela davon. In der Kette der bisher gegangenen Etappen fehlt kein Zentimeter unbegangenen Wegs. Nun werde ich nach einer schweren Verletzung im Frühjahr 2005 von Rom aus 2006 südwärts gehen.

Seelenlandsuche ist keine Wallfahrt, sondern eine Fußwanderungen von vielen Jahresetappen zu jeweils ca. 300 Km Länge mit je 30 Km pro Tag Ende September, Anfang Oktober unter manchmal extremen Bedingungen. In ihnen versuche ich, die Spur einer Ahnung von der Seele des zu bewandernden Landes zu erfahren. Auf diesen Wanderungen reflektiere ich theologische, philosophische, politologische und naturwissenschaftliche Themen. Die Seelenlandsuche ist kein esoterischer Trip, ich versuche mich verschiedensten Themen auf möglichst reflexive aber emotionale Art zu nähern. Der Weg endet nicht am Ende einer jeweiligen Etappe, sondern führt darüber hinaus. Zuhause vollziehe ich dann die Reflexionen nach und verarbeite sie diskursiv in Traktate und Esseies.

Geschlafen und Gegessen wird nur im Freien und unterwegs den Menschen ausgewichen; mit Ausnahme der Kontakt zu so genannten besonderen Typen, außergewöhnliche Menschen, denen ich interessanterweise dort immer wieder begegne.

Barabbas-Yuha-Eley  2003

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